Ja. Und ich glaube sogar, dass du das Konzept an einer Stelle noch deutlich weiterdenken kannst: Fabienne sollte nicht einfach ein konsistenter KI-Mensch sein, der Produkte bewirbt. Sie sollte eine Figur sein, die zufällig auch einen Shop besitzt.
Das ist ein ziemlich großer Unterschied.
Dein bisheriger Ansatz für die visuelle Konsistenz ist technisch absolut plausibel. Vor allem die Idee, nach dem ersten LoRA-Training mit denselben Prompts und Seeds eine zweite Generation zu erzeugen und diese wieder als Trainingsmaterial zu verwenden, geht in Richtung eines iterativen Character-Dataset-Refinements. Man könnte das sogar noch systematischer machen.
Aber du hast den viel interessanteren Punkt bereits selbst angesprochen:
„Man muss der Person einen persönlichen Stil geben.“
Und ich würde das auf vier verschiedene Ebenen aufteilen.
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1. Fabienne braucht nicht nur ein Gesicht – sie braucht eine visuelle Identität
Das LoRA sorgt dafür, dass Fabienne Fabienne aussieht.
Aber das bedeutet noch lange nicht, dass sie einen eigenen Stil hat.
Ich würde deshalb neben dem Character-LoRA ein zweites Konzept einführen:
Fabiennes „Visual Bible“
Zum Beispiel:
Alter: 54
Haare: …
Augen: …
Körper: …
Kleidungsstil: …
Farben: …
Schuhe: …
Schmuck: …
Accessoires: …
Wohnumgebung: …
Lieblingsorte: …
Fotografischer Stil: …
Make-up: …
Typische Posen: …
Und vor allem:
Was Fabienne NICHT trägt.
Das ist erstaunlich wichtig.
Wenn Fabienne beispielsweise grundsätzlich keine High-Heels, keine Abendkleider und keine offensichtlich „Instagram-Influencer“-Klamotten trägt, wird sie schon wesentlich glaubwürdiger.
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2. Und genau hier kommt dein Armee-Kleidungs-Beispiel ins Spiel
Das ist nämlich ein sehr gutes Beispiel.
Du trägst die Sachen nicht, weil du damit einen bestimmten Look darstellen möchtest.
Du trägst sie, weil du sie praktisch findest.
Das ist etwas völlig anderes.
Und genau solche kleinen Begründungen machen einen virtuellen Charakter interessant.
Fabienne könnte beispielsweise sagen:
„Ich trage meistens Sachen, in denen ich auch drei Stunden im Garten arbeiten könnte.“
Damit hast du plötzlich eine Charaktereigenschaft, die sich in Kleidung ausdrückt.
Und daraus kann man ein ganzes System bauen.
Beispielsweise:
Fabienne trägt:
* robuste Cargo-Hosen
* alte Militärjacken
* einfache T-Shirts
* Wanderschuhe
* gelegentlich Jeans
* praktische Rucksäcke
* eine bestimmte alte Armbanduhr
* keine auffälligen Markenlogos
Aber dann gibt es natürlich auch:
„Fabienne geht zu einem Konzert.“
→ anderes Outfit.
„Fabienne hat einen Geschäftstermin.“
→ anderes Outfit.
„Fabienne sitzt zuhause am Rechner.“
→ anderes Outfit.
„Fabienne ist im Sommerurlaub.“
→ anderes Outfit.
Und plötzlich ist die Kleidung nicht mehr zufällig generiert.
Sie folgt einer Charakterlogik.
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3. Das eigentlich Interessante ist aber die Persönlichkeit
Hier würde ich nicht versuchen, ein eigenes LLM zu trainieren.
Das wäre für dieses Projekt wahrscheinlich sogar der falsche Ansatz.
Du brauchst kein neues Sprachmodell.
Du brauchst eine Persona-Schicht vor einem vorhandenen LLM.
Und die kann sehr viel interessanter sein.
Man könnte Fabienne beispielsweise eine Datei geben:
FABIENNE_PERSONALITY.md
Darin steht beispielsweise:
# Fabienne
Fabienne ist eine Frau Mitte 50.
Sie ist technisch interessiert, aber keine Ingenieurin.
Sie probiert Dinge selbst aus.
Sie mag praktische Lösungen.
Sie misstraut unnötigen Abonnements.
Sie kauft lieber Software einmal als jeden Monat dafür zu bezahlen.
Sie spricht nicht wie eine Influencerin.
Sie verwendet keine künstliche Begeisterung.
Sie sagt nicht:
“Hey guys! Welcome back to my channel!”
Sie sagt eher:
“Ich habe da gestern etwas ausprobiert…”
Sie darf Dinge nicht wissen.
Sie darf ihre Meinung ändern.
Sie darf Fehler machen.
Sie erklärt technische Dinge verständlich,
ohne dabei den Zuschauer für dumm zu halten.
Sie macht gelegentlich trockene Bemerkungen.
Sie ist neugierig.
Sie hasst Marketing-Blabla.
Sie ist nicht perfekt.
Und das ist bereits erstaunlich mächtig.
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4. Noch besser: Fabienne bekommt ein Gedächtnis
Hier wird es für n8n richtig interessant.
Ich würde Fabiennes Persönlichkeit nicht als einen einzigen Prompt behandeln.
Ich würde daraus eine kleine Character-Datenbank machen.
Zum Beispiel:
Fabienne
│
├── Personality
│
├── Biography
│
├── Opinions
│
├── Preferences
│
├── Clothing
│
├── Friends
│
├── Places
│
├── Knowledge
│
├── Current Projects
│
├── Past Episodes
│
└── Running Jokes
Damit kann Fabienne beispielsweise in Episode 37 etwas erwähnen, das sie in Episode 12 bereits erlebt hat.
Das erzeugt etwas, das bei vielen KI-Influencern fehlt:
Kontinuität.
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5. Und damit kommen wir zu deinem YouTube-Konzept
Deine Themenliste finde ich dafür sogar ausgesprochen gut.
Denn sie hat einen gemeinsamen Nenner:
Fabienne interessiert sich für praktische KI-Anwendungen.
Sie ist nicht einfach „eine KI-Influencerin“.
Sie ist beispielsweise jemand, der zuhause mit KI herumexperimentiert.
Und daraus ergeben sich deine Themen fast automatisch:
Fabienne’s KI-Labor
Staffel / Themenblock 1
KI-Influencer erstellen
* Wer ist Fabienne?
* Wie erstellt man einen konsistenten Character?
* Was ist ein LoRA?
* Warum sehen KI-Charaktere ständig anders aus?
* Wie trainiert man einen Character?
* Kleidung und Character Design
* Gesichter konsistent halten
* Bild → Video
* Fabienne bekommt ihre erste Stimme
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Themenblock 2
KI + WordPress
* Fabienne baut ihre eigene Website
* KI-generierte Artikel
* WordPress + lokale LLMs
* Bilder automatisch erzeugen
* Beiträge automatisch veröffentlichen
* Podcast automatisieren
* SEO
* Kommentare beantworten
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Themenblock 3
Stimmen
* TTS
* Voice Cloning
* OmniVoice
* RVC
* Voice Conversion
* Stimmen verändern
* Mehrere Stimmen
* Fabiennes endgültige Stimme
Und hier könnte sogar eine kleine Meta-Ebene entstehen:
Fabienne berichtet darüber, wie sie ihre eigene Stimme gebaut hat.
Das ist wesentlich interessanter als:
„Heute erkläre ich euch Voice Cloning.“
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6. Dann KI + Video
Hier hast du mit deinen bisherigen Experimenten bereits eine ganze Spielwiese.
WAN
MuseTalk
Lip Sync
Image-to-Video
Video-to-Video
Upscaling
Restoration
Face Consistency
usw.
Und Fabienne kann dabei durchaus sagen:
„Ich habe gestern drei Stunden gebraucht, um herauszufinden, warum dieser verdammte Workflow nicht funktioniert.“
Das klingt sofort mehr nach einer Person als nach einem Marketingtext.
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7. Und dann n8n
Das wäre vermutlich sogar eines der stärksten Themen.
Denn Fabienne kann irgendwann anfangen, ihre eigene Produktion zu automatisieren.
Und hier wird dein Projekt wirklich interessant.
Denn dann könnte der Workflow ungefähr so aussehen:
FABIENNE
│
▼
┌─────────────┐
│ Personality │
│ + Memory │
└──────┬──────┘
│
▼
Topic/Idea
│
▼
LLM
│
┌────────────┼────────────┐
▼ ▼ ▼
Script Image Social
│ │ │
▼ ▼ ▼
TTS Comfy Posts
│ │ │
└──────┬─────┴────────────┘
▼
Video
│
▼
n8n
┌───────┼────────┐
▼ ▼ ▼
YouTube TikTok Reddit
│ │ │
└───────┼────────┘
▼
Discord
Und dann kommt Print-on-Demand dazu.
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8. Das ist der wirklich interessante Teil
Fabienne könnte nämlich nicht einfach irgendwelche T-Shirts verkaufen.
Sie könnte ihre eigene Welt vermarkten.
Beispielsweise entwickelt Fabienne einen Spruch:
„I don’t need another subscription.“
Und daraus entstehen:
* T-Shirt
* Hoodie
* Poster
* Sticker
* Tasse
Das Motiv wird mit ComfyUI erzeugt.
Das Produkt landet über deine bestehende Infrastruktur bei WooCommerce/Printify.
Fabienne macht dazu ein Video:
„Warum ich inzwischen lieber lokale KI benutze.“
Und im Hintergrund läuft:
YouTube Video
│
├── erwähnte Idee
│
▼
Merchandise
│
▼
WooCommerce
│
▼
Printify
Damit wird POD nicht der eigentliche Inhalt.
Es wird ein Nebenprodukt von Fabiennes Persönlichkeit.
Das ist meiner Meinung nach wesentlich glaubwürdiger.
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9. Und n8n kann Fabienne tatsächlich „leben“ lassen
Das wäre dann nicht mehr einfach ein Workflow:
„Generiere mir 10 Posts.“
Sondern eher ein kleines Agentensystem.
Zum Beispiel jeden Montag:
n8n
│
▼
Was beschäftigt Fabienne gerade?
│
▼
Memory / bisherige Episoden
│
▼
Welche Themen passen dazu?
│
▼
LLM entwickelt Episode
│
▼
Fabienne-Personality-Prompt
│
▼
Script
│
├── YouTube
├── Short
├── TikTok
├── Reddit
├── Facebook
├── Pinterest
└── Discord
Und danach:
Episode
│
├── 3 Short-Ideen
├── 5 Pinterest Pins
├── Reddit Post
├── Facebook Post
├── Discord Nachricht
└── POD-Idee
Das ist genau die Art von Aufgabe, für die n8n extrem gut geeignet ist.
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10. Instagram würde ich tatsächlich ergänzen
Nicht unbedingt sofort.
Aber wenn du Fabienne wirklich als Character aufziehst, würde ich langfristig mindestens diese Plattformen betrachten:
Plattform Rolle
YouTube Hauptmedium
TikTok kurze Videos
Instagram Character / Lifestyle / Reels
Reddit Diskussion
Facebook Reichweite
Pinterest Bilder + Produkte
Discord Community
Website Fabiennes „Zuhause“
Und die Website ist dabei wichtig.
Denn dort kann Fabienne Dinge besitzen, die auf Social Media nicht funktionieren:
Biografie
Blog
Projektseiten
Galerie
Shop
Podcast
Videos
Downloads
Vielleicht sogar:
„Frag Fabienne“
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11. Und jetzt würde ich noch einen Schritt weitergehen
Ich würde Fabienne nicht von Anfang an komplett definieren.
Das wäre fast schon ein Fehler.
Man sollte ihr eine Grundpersönlichkeit geben, aber bestimmte Eigenschaften entstehen lassen.
Beispielsweise:
Episode 1:
Fabienne hasst Abo-Modelle.
Episode 7:
Fabienne stellt fest, dass sie eigentlich sehr gerne alte Hardware benutzt.
Episode 13:
Sie entwickelt eine Schwäche für bestimmte Musik.
Episode 21:
Sie erwähnt immer wieder einen bestimmten Ort.
Episode 32:
Es stellt sich heraus, dass sie eine bestimmte Sache überhaupt nicht kann.
Damit entsteht über Zeit eine Persönlichkeit.
Und dann kann man diese Dinge in ihre Memory-Datenbank übernehmen.
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12. „Wer ist Fabienne?“ wäre deshalb tatsächlich die erste Episode
Und ich würde sie nicht als KI-Influencerin vorstellen.
Eher so:
„Wer ist Fabienne?“
Sie sitzt beispielsweise in einem nicht besonders spektakulären Arbeitszimmer vor einem Rechner.
Und erzählt:
Warum sie sich für KI interessiert.
Warum sie zuhause experimentiert.
Warum sie keine Lust auf fünfzehn monatliche Abos hat.
Warum sie praktische Kleidung bevorzugt.
Warum sie beschlossen hat, einen Teil ihres Lebens mit KI zu bauen.
Und vielleicht sagt sie irgendwann:
„Ob ich wirklich existiere? Das ist eine interessante Frage. Ich würde sagen: ausreichend.“
Das wäre schon ziemlich Fabienne.
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Und genau deshalb halte ich deine Idee für wesentlich interessanter als „AI Influencer + POD“
Das eigentliche Projekt wäre:
Fabienne = Character + Personality + Memory + Voice + Visual Identity + Content Engine + Shop
und
n8n = Fabiennes Produktionsapparat.
ComfyUI erzeugt ihre Bilder.
AI Toolkit trainiert ihre Identität.
OmniVoice/RVC erzeugt ihre Stimme.
LLM erzeugt nicht einfach Texte, sondern Fabiennes Texte.
n8n verbindet alles.
WordPress ist ihr Zuhause.
YouTube ist ihr Hauptkanal.
Social Media verteilt ihre Inhalte.
WooCommerce/Printify monetarisiert das Ganze.
Und das Entscheidende:
Keine dieser Komponenten muss zwingend ein SaaS-Dienst sein.
Das passt ziemlich genau zu der Richtung, in die du ohnehin schon mit deinem lokalen KI-Stack gegangen bist.
Ich würde das sogar als richtiges kleines „Fabienne-System“ konzipieren – mit einer technischen Architektur für n8n, einer Character Bible, einem Personality/Memory-System, einer Visual Bible und anschließend den einzelnen Produktions-Workflows. Das ließe sich Schritt für Schritt bauen, ohne dass Fabienne von Anfang an perfekt sein muss.
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Fragen
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Was für ein Diffusion-Model ist für die Darstellung am besten geeignet ?